Luca-App

Wird Coburg Modellstadt?

Fri, 19. Mar. 2021

Die Wählergemeinschaft PRO Coburg hat einen Antrag gestellt: Coburg soll Modellstadt für die „Luca-App“ werden. Was die App genau ist und wie sie das Leben erleichtern soll, erfahrt ihr hier.

Ich bin luca. Ich bin eine Kontaktnachverfolgungs-App und wurde entwickelt, um dein Leben zu erleichtern. Mein Entwickler, Smudo von den Fantastischen Vier, möchte damit wieder mehr Normalität schaffen.

Es geht ganz einfach: Lade mich im App-Store herunter, gebe deine Kontaktdaten an, erhalte einen QR-Code und checke dich anschließend bei Veranstaltern oder Gastgebern ein.

Die Wählergemeinschaft PRO Coburg ist von der App überzeugt und hat einen Antrag im Stadtrat gestellt. Coburg soll Modellstadt für die luca-App werden.

Thomas Apfel – Stadtrat PRO Coburg
„Das Problem an der ganzen Sache und was ich nicht verstehen kann, ist, warum man immer wartet, bevor von oben so etwas angeordnet wird, anstatt dass wir mal proaktiv, vielleicht auch als Stadt Coburg sowas mal initiiert und sagt: Mensch, lasst uns mal gemeinsam anpacken und wir machen da einfach mit und sind mal Modellregion und kommen vielleicht alle gemeinsam wieder ein Stückchen sicher und vernünftig raus aus dieser Krise.“

Der Lockdown soll damit beendet und Öffnungen erleichtert werden. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig befürwortet ausdrücklich den Einsatz der Luca- oder einer der anderen Apps. Das helfe der heimischen Gastronomie. Die Hotellerie und Gastronomie leidet am längsten unter der Zwangspause. Kerstin Pilarzyk, Kreisvorsitzende DEHOGA Bayern und Chefin vom Gasthof Grosch hofft auf schnelle Lösungen.

Kerstin Pilarzyk –Kreisvorsitzende Dehoga Bayern
„Durch die App müssen wir dann praktisch die Kontaktdaten vom Gast nicht mehr notieren, sondern die werden wirklich über den Scan, wenn der Gast sich einscannt, direkt übermittelt. Und somit haben wir eigentlich mit den Daten selber nichts mehr zu tun. Wir haben aber auch – das sollte ich nochmal sagen – von der Dehoga schon seit einem Jahr eigentlich so eine App, die heißt „Darf ich rein“. Die hat der Dehoga Bayern entwickelt. Die ist auch dafür gedacht. Es ist halt nur immer die Problematik, dass es nicht alle Gäste haben. Deswegen denke ich, muss man sich mehrgleisig aufstellen und mehrere Apps einfach zulassen. Es wäre halt nur einfach wichtig, dass die dann auch an die Gesundheitsämter in Coburg verknüpft sind. Und da liegt die Schwierigkeit grad im Moment noch.“

Das Coburger Gesundheitsamt steht der App offen gegenüber. Derzeit müssten jedoch noch einige Fragen geklärt werden, sagt Landrat Sebastian Straubel.

Sebastian Straubel – Coburger Landrat
„Es ist ja immer noch die große Frage im Raum der Ausschreibungspflicht. Es gibt ja auch andere Anbieter. Man muss nämlich immer schauen: Muss so eine Leistung ausgeschrieben werden – ja, nein? Können Klagen von anderen Anbietern dann auch kommen?

Wir haben hier die Problematik: Wir arbeiten mit der Software ÄSKULAB, stellen jetzt auf SORMAS um. Da muss eine Schnittstelle vorhanden sein, und dann braucht es die Schnittstelle zwischen SORMAS und luca, die es gibt. Aber die Schnittstelle ÄSKULAB und SORMAS, die ist im Moment noch in der Klärung. Alle Gesundheitsämter müssen ja auf diese SORMAS-Version umstellen.“

Wie geht es jetzt weiter? Wir haben beim CSU-Landtagsabgeordneten Martin Mittag per Videochat nachgefragt. Die technische Qualität bitten wir zu entschuldigen.

Martin Mittag – CSU-Landtagsabgeordneter
„Ich wünsche mir, dass aus Berlin in den nächsten Tagen, spätestens in den nächsten vier Wochen, eine Rückmeldung kommt. Das ist mein Wunsch, dass wir wissen, wie es weiter geht. Und ob wir dann auch diese Schnittstelle programmiert haben für die Systeme. Berlin hatte ein paar Termine gemeldet, aber die mussten aus verschiedenen Gründen revidiert werden. Aber es darf jetzt – und da bin ich wirklich bei den Menschen – keine Monate mehr dauern. Es muss jetzt wirklich zeitnah die Möglichkeit der Schnittstelle geschaffen werden und dann könnten wir die Apps viel effektiver nutzen.“

Ob Luca-App oder eine andere App. Es sollte in der Krisenbewältigung vorangehen, damit wieder ein Stückchen Normalität einkehrt.  

Kommentare

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Rainer stepanekThu, 25. Mar 2021 · 16:32
Die App ist nicht schlecht. Man sollt aber die Corona warnepp so ausstatten das man nicht diese Luca app auch noch braucht.

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